27. Lange Nacht der Museen
Berlin. Ende August findet bereits zum 27. Mal das Highlight des Berliner Kultursommers statt: die Lange Nacht der Museen. 92 Häuser nehmen in diesem Sommer teil, darunter auch die großen Museen auf der Museumsinsel, am Kulturforum und in Dahlem.

Tonfiguren aus Mexiko: Mutter mit Kind, Regengott Tlaloc, buckliger Mann Aztekische Kunst, 14./15. Jh. Sammlung Eduard Seler, Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum
Die Lange Nacht der Museen hat diesmal einen thematischen Schwerpunkt bei den Unabhängigkeitsbewegungen in Lateinamerika, die vor 200 Jahren begannen und letztlich zur Befreiung von der spanischen Kolonialherrschaft führten. Unter dem Begriff „Bicentenario“ wird in Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, El Salvador, Kolumbien, Mexiko, Paraguay, Uruguay und Venezuela durchaus kontrovers der Ereignisse um 1809-11 gedacht, als die damaligen Kolonien aufbegehrten. Das Jubiläum der Gründung der meisten lateinamerikanischen Republiken hat etliche Berliner Museen und Institutionen zu Ausstellungen und Programmen inspiriert, die die gesellschaftlichen und künstlerischen Verhältnisse auf dem Kontinent reflektieren. Zum Beispiel präsentiert das Iberoamerikanische Institut die Ausstellung „Santos Chávez - poetischer Realismus. Grafiken aus Chile“ und Filme wie „Von Feuerland nach Tijuana“ oder „El abrazo partido“. Das DHM lädt zur Themenführung „Entdecker, Sklaven, Freiheitskämpfer - Europa und Südamerika von der Conquista bis zur Unabhängigkeit“ ein. Im Roten Rathaus gibt es zudem eine zentrale Ausstellung mit Beiträgen aus den Museen der beteiligten Länder sowie mit Musik und Kulinarischem aus dieser Region.
Ein reiches Angebot mit Führungen, Performances, Sonderausstellungen und musikalisch-literarischen Darbietungen ergänzt wie gewohnt die Dauerausstellungen in allen beteiligten Häusern.
Eine Premiere ist die Einbindung der 10. Langen Nacht der Synagogen. Erstmals können während der Langen Nacht der Museen sechs Berliner Synagogen besichtigt werden – eine Idee, die gemeinsam mit den Jüdischen Kulturtagen zum Jubiläum entwickelt wurde und die schon im Vorfeld auf großes Interesse stößt. Mit dabei: Synagoge Fraenkelufer, Synagoge Le Dor we Dor, Synagoge Joachimstaler Straße, Neue Synagoge Oranienburger Straße, Centrum Judaicum, Synagoge Tiferet Israel. Neben Führungen durch die Synagogen erleben die Besucher u. a. liturgische Gebetsgesänge, Erläuterungen zum Schabbat und einen Trialog mit Vertretern des Judentums, des Christentums und des Islam.
Das komplette Programm gibt es unter: www.lange-nacht-der-museen.de
MuseumsInformation Berlin Tel. (030) 247 49 888
Tickets: Das Kombiticket kostet 15,00 / erm. 10,00 €. Für Kinder bis 12 Jahre ist der Eintritt frei.
Online-Tickets gibt es ab 16. Juli 2010 auf dem gemeinsamen Portal aller Berliner Museen www.museumsportal-berlin.de.
(Redaktion)
Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Sergej Horovitz
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