Alkoholisiert und ohne Führerschein im stillgelegten Auto unterwegs
Berlin. Einen besonderen Fang machte die Besatzung einer Zivilstreife in der vergangenen Nacht in Lichterfelde.
Kurz nach Mitternacht beobachteten die Beamten des Polizeiabschnitts 46 einen „Fiat“ in der Lankwitzer Straße, der mit fünf Personen besetzt und auffällig langsam in Richtung Kranoldplatz unterwegs war. Nachdem die Polizisten den Wagen gestoppt und den Fahrer um Aushändigung der Papiere gebeten hatten, bemerkten sie bei ihm starken Alkoholgeruch. Eine Atemkontrolle bei dem 34-Jährigen ergab einen Wert von 1,1 Promille. Zudem äußerte der Mann, dass er bereits seit Jahren nicht im Besitz eines Führerscheins sei.
Bei der weiteren Überprüfung stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug wegen nicht bezahlter Steuern und Versicherungsbeiträge stillgelegt ist. Darüber hinaus waren die an dem Wagen angebrachten Kennzeichen zur Fahndung ausgeschrieben, weil sie in Brandenburg gestohlen worden waren.
Der Besitzer des Autos, ein 19-Jähriger, saß auf dem Beifahrersitz und wusste, dass sein Kumpel keine Fahrerlaubnis besitzt. Trotzdem war er von den Fahrkünsten des 34-Jährigen überzeugt. Nun sieht er sich Ermittlungen wegen Duldens des Führens eines Kraftfahrzeugs ohne Fahrerlaubnis entgegen.
Der Fahrer hingegen musste sich einer Blutentnahme unterziehen und wurde anschließend aus dem Gewahrsam entlassen. Ihn erwarten Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Die Ermittlungen hinsichtlich der gestohlenen Kennzeichen dauern an. Das Fahrzeug wurde mit einem „Gelbpunkt“ versehen und die Insassen durften ihren Weg zu Fuß fortsetzen.
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