Ausstellung „Wir waren Nachbarn“
Berlin. Im Rahmenprogramm der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ findet am Dienstag, dem 11.Oktober 2011 um 19 Uhr eine weitere Austellung “Die Reichsbahn und die Juden 1933-1939“ statt.
Am Dienstag, dem 11.Oktober 2011 findet um 19 Uhr im Rahmenprogramm der Ausstellung "Wir waren Nachbarn“ eine weitere Austellung "Die Reichsbahn und die Juden 1933-1939“ statt.
Vorgetragen wird diese von Herrn Dr. Alfred Gottwaldt im Rathaus Schöneberg im Goldenen Saal.
Der thematische Schwerpunkt der Ausstellung "Wir waren Nachbarn" widmet sich in diesem Jahr dem Ausschluss von öffentlich Bediensteten und Juristen aus politischen und rassistischen Gründen.
Die Deutsche Reichsbahn gehörte zu den großen öffentlichen Arbeitgebern und war damit von Anfang an in die schrittweise Ausgrenzung und Entrechtung der Juden eingebunden.
Bereits die ersten Maßnahmen im Jahr 1933 setzte sie unter ihrem Generaldirektor Julius Dorpmüller willig um: Entlassung der jüdischen Eisenbahnbeamten, später dann Boykott jüdischer Lieferanten, Arisierung von Grundstücken aus jüdischem Besitz und die Diskriminierung jüdischer Fahrgäste.
Die Reichsbahn war von Beginn an verantwortlich für Transporte in die Konzentrationslager wie zum Beispiel nach Dachau und Buchenwald, wie auch für die Deportationen polnischer und deutscher Juden vor und nach dem 9. November 1938.
Dr. Alfred Gottwaldt (Kustos am Deutschen Technikmuseum Berlin) beschreibt diese Zusammenhänge auf Grund jüngster Forschungen und vertieft sie am Beispiel verschiedener Biographien.
Literatur: Alfred Gottwaldt, Die Reichsbahn und die Juden 1933-1939. Antisemitismus bei der Eisenbahn in der Vorkriegszeit, Wiesbaden 2011
Bei Nachfragen : Rosita Meiworm: 90277- 2838
(Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg)
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