Badesaison eröffnet
Berlin. Ob am berühmten Wannsee oder einem der anderen zahlreichen Badeseen und Freibädern der Stadt: Mit den ersten warmen Tagen ist auch wieder die Bade- und Freiluftsaison eröffnet und Tausende Berliner strömen am Wochenende und nach Feierabend dem kühlen Nass zu.
Für ungetrübtes Badevergnügen sollten Sie nicht nur auf ein modisches Badeoutfit, sondern auch auf Wasserqualität und grundlegende Sicherheitsregeln achten!
Wasser gut, alles gut
Die Wasserqualität der annähernd vierzig verschiedenen öffentlich ausgewiesenen Badestellen in Berlin und dem Berliner Umland war bei den Messungen zum Ende letzten Jahres durchgehend recht gut. Mehr als die Hälfte der Proben bekam die Beurteilung hervorragend, der Rest bekam durchgehend ein "Gut". Allerdings ist bei mehr als zwei Dritteln der entnommenen Wasserproben vermehrtes Algenvorkommen festgestellt worden, das kann aber auch mit dem Messzeitpunkt zu tun gehabt haben. Zum Ende des Sommers erhöht sich der Nährstoffgehalt im Wasser ganz natürlich. Die Urteile "nicht zu empfehlen" oder gar "Badeverbot" wurden für keine einzige der Badestellen vergeben und dies ist also ein durchaus schönes Ergebnis für alle Berliner Wasserratten. Und so kommen sie wieder: Hunderte von Sonnenhungrigen und Abkühlungsbedürftigen, die ihre neuen Badehosen vorführen, die Frauen den Badeanzug vom Discounter oder den neuesten trendigen Adidas Bikini mit den drei Streifen – an den Badeseen ist immer für jeden Geschmack etwas dabei. Denn machen wir uns nichts vor: Freiluft und Badesaison ist immer auch ein Schaulaufen der Schönen und Jungen und eine Kontaktbörse für jüngere wie ältere Semester.
Sehen und gesehen werden
Hübsch verpackt in der Sonne glitzernd lässt sich da leider auch immer wieder jemand zu zu viel Show hinreißen. Jedes Jahr passieren Dutzende leichte bis schwere Badeunfälle. Waghalsige Sprünge von Felsen oder gewagte Manöver auf Boot und Wasserski bescheren den Berliner Ambulanzen Jahr für Jahr einen turbulenten Sommer. Leider gibt es immer auch Schwerverletzte oder sogar Tote. Dabei sind die einfachsten Regeln für sicheres Baden bekannt und wirklich nicht so schwer zu merken. Dazu gehört vor allem die Grundregel, dass man nie in ein unbekanntes Gewässer springen soll. Vorher auf jeden Fall die Tiefe und den Untergrund erkunden, nur dann sind Sprünge erlaubt. Kinder sollten nie ohne Aufsicht im Wasser sein und jedermann sollte sich bei Erschöpfung, Sonnenstich, zu hohem Alkoholpegel oder zu viel Grillgut im Magen lieber noch ein Weilchen am Ufer aufhalten. Bewachte Badestellen sind zu empfehlen, aber kein Ersatz dafür, dass man auch auf sich selbst aufpasst. Die öffentlichen Badestellen werden in Berlin von der Feuerwehr und dem ASB überwacht, Personal- und Geldmangel machen es aber notwendig, dass auch Eltern und Aufsichtspersonen ihre Aufgabe ernst nehmen.
(Redaktion)
Ihr Kommentar
- 16.05.
15:42 - 16.05.
15:05 - 14.05.
13:59 - 14.05.
10:55 - 14.05.
10:24 - 14.05.
09:39 - 14.05.
09:18





- Aktuelle Themen und Informationen aus Berlin.