Bilanz der polizeilichen Verkehrskontrollen zur Schulwegüberwachung
Berlin. In der vergangenen Woche hat die Berliner Polizei die ersten Schultage tausender Erstklässler mit intensiven Überwachungsmaßnahmen auf den Schulwegen im Stadtgebiet begleitet.
Weil die Mehrheit dieser Kinder noch unerfahren im richtigen Verhalten als Radfahrer und Fußgänger ist, ging es vorwiegend darum, sie beim Start in die neue Lebensphase vor den vielfältigen Gefahren im Straßenverkehr zu schützen.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Verstöße gerichtet, die trotz ihrer Gefährlichkeit für kleine Schulkinder leider immer wieder bei gezielten Kontrollen im Nahbereich von Schulen festgestellt werden.
Neben Geschwindigkeitskontrollen vor Grundschulen und Kindertagesstätten sind insbesondere jugendliche und erwachsene Fahrzeugführer und Fußgänger auf den Schulwegen, beispielsweise an Ampeln und „Zebrastreifen“ in ihrem Verhalten überwacht worden. In tausenden Gesprächen wurden sie an ihre so wichtige Vorbildfunktion im Straßenverkehr erinnert. Wegen der gravierenden Verstöße bei den Kontrollen in den Vorjahren war die verstärkte Überprüfung der ordnungsgemäßen Nutzung von Kindersitzen in Fahrzeugen ein weiterer Schwerpunkt der polizeilichen Überwachung.
Ergänzt wurden die Verkehrskontrollen durch Maßnahmen der Verkehrssicherheitsberater, die mit den Erstklässlern und Eltern spezielle Fußgängertrainings durchführten und Hinweise zum sicheren Verhalten auf dem täglichen Schulweg gaben. Diese Fußgängertrainings werden in den folgenden Wochen fortgesetzt.
Insgesamt wurden 5.536 Kraftfahrer und 1.502 Radfahrer nach einem Fehlverhalten unmittelbar angehalten und angesprochen.
Trotz der im Vorfeld angekündigten Kontrollen wurden auf Straßen, auf denen wegen der vielen anzutreffenden Kinder besonders vorsichtig gefahren werden müsste, insgesamt 4.329 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt.
Viele Eltern sicherten ihre Kinder in den Fahrzeugen gar nicht oder nicht vorschriftsmäßig mit Kindersitzen. In intensiven Gesprächen und mit Informationsblättern wurde versucht, ihnen die besondere Gefährlichkeit ihrer verantwortungslosen Versäumnisse nachhaltig zu verdeutlichen. In 157 Fällen waren die Verstöße so drastisch, dass Anzeigen gefertigt werden mussten.
Darüber hinaus ahndeten Polizisten unmittelbar vor Schulen 1.134 Halt- und Parkverstöße. Des Weiteren haben 60 Kraftfahrer und Fußgänger „rotes Ampellicht“ missachtet; 48 weitere Fahrzeugführer wurden angehalten, weil sie den Vorrang von Kindern an Zebrastreifen nicht beachtet hatten.
Insgesamt trugen die Bemühungen der Polizei dazu bei, dass in den ersten Tagen nach der Einschulung kein einziger Erstklässler in Berlin auf dem Schulweg bei einem Verkehrsunfall zu Schaden kam.
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