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 26.10.2010  14:57 Uhr
 FILM

DAS KALTE HERZ - digitalisiert und restauriert

Berlin. Am Mittwoch, den 27. Oktober 2010 um 19:00 Uhr präsentiert die DEFA-Stiftung den ersten DEFA-Farbfilm „Das kalte Herz“ in digitalisierter und auf HD abgetasteter Fassung im Kino Toni in Berlin-Weißensee.

„Das kalte Herz“ entstand 1950 unter der Regie von Paul Verhoeven im DEFA-Studio für Spielfilme und wurde am 8. Dezember desselben Jahres uraufgeführt. Anlässlich des 60. Jubiläums seiner Kinopremiere erstrahlt der DEFA-Klassiker in neuem Glanz: Im Auftrag der DEFA-Stiftung ist im Studio Hamburg eine digital bearbeitete und auf HD abgetastete Fassung des Märchenfilms entstanden. Im Kino Toni, das im Besitz von Paul Verhoevens Sohn Michael ist, wird die restaurierte Fassung erstmalig auf der Leinwand gezeigt.

Das dreimonatige Restaurationsverfahren umfasste zahlreiche komplexe Arbeitsschritte, angefangen bei der Überprüfung der Ausgangsmaterialien, bis hin zu der manuellen und maschinellen Reinigung der Filmrollen und der anschließenden Digitalisierung der einzelnen Filmbilder. Die beste Ausgangsqualität für die Bearbeitung bot das leicht entzündliche Nitrofilmoriginal, so dass die Feuerwehr während des Restaurationsprozesses immer in Einsatzbereitschaft stand.

Eine kreative Herausforderung stellte besonders die Abtastung des Materials dar: Es galt, in der bearbeiteten Fassung den ursprünglichen Charakter des Films aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den aktuellen Qualitätsansprüchen der Fernsehanstalten gerecht zu werden. Entscheidende Aspekte sind hierbei Farbgebung, Helligkeit und Gradation.

Im Gespräch mit Helmut Morsbach, Vorstand der DEFA-Stiftung, werden Christian Schöppl und Christoph Lohfeldt von Studio Hamburg bei der Wiederaufführung vom „Kalten Herz“ dem Publikum einige spannende Eindrücke von den Restaurationsarbeiten vermitteln. Zudem werden die Resultate der Restauration anhand eines Vergleichs von kurzen Auszügen der alten und der bearbeiteten Fassung veranschaulicht.

„Das kalte Herz“ ist bereits die dritte Zusammenarbeit dieser Art zwischen der DEFA-Stiftung und Studio Hamburg: So wurden bereits die beiden DEFA-Klassiker „Goya“ und „Die Geschichte vom kleinen Muck“ in Hamburg digital restauriert.

Nicht zufällig fiel die Wahl des Vorführtermins auf den 27. Oktober: 2007 ließ die UNESCO diesen Tag zum „Tag des audiovisuellen Erbes“ ausrufen, der das audiovisuelle Kulturerbe stärker in das öffentliche Bewusstsein bringen und auf die Notwendigkeit hinweisen soll, es zu schützen.


 

(Redaktion)

 



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