Die ganze Welt in einem Garten vereint
Berlin. Grün und bunt erblüht Berlin in der warmen Jahreszeit nicht nur im Zentrum, sondern auch ein Besuch der Randbezirke lohnt sich für Gartenfreunde: mitten in Marzahn erblüht eine Grüne Oase, die ihre Besucher auf eine Reise rund um den Erdball in die Gärten der Welt entführt.
Der Stadtteil Marzahn ist unter Berlin-Besuchern nicht unbedingt als attraktives Touristenziel in der Hauptstadt bekannt. Auf den ersten Blick wirkt die graue Plattenbautenlandschaft des nord-östlichen Berliner Bezirks nicht gerade einladend. Für Freunde exotischer Gartenkunst lohnt sich der Ausflug an den Rand der Millionen-Metropole dennoch. Denn hinter den Pforten des Erholungsparks Marzahn verbirgt sich ein botanisches Paradies, das seine Besucher zu einer Garten-Rundreise um den Globus einlädt. Die "Gärten der Welt" bieten eine bunte Vielfalt exotischer Pflanzenwelten: neben traditionellen fernöstlichen Landschaftsgärten zählt der erst in diesem Jahr neu eröffnete Christliche Garten zu den Hauptattraktionen der multikulturellen Grünanlage.
Vom Erholungsgebiet zur Touristenattraktion
Eröffnet wurde die knapp 21 Hektar große Grünanlage im Jahr 1987 zur 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin im Rahmen der Berliner Gartenschau. Nach der Wiedervereinigung wurde der Park schrittweise zur Erholungslandschaft erweitert und bildet heute das Zentrum eines weiträumigen Naherholungsgebietes für die Anwohner Marzahns. Ab dem Jahr 2000 entwickelte sich die Grünanlage mit der Eröffnung des Chinesischen Gartens darüber hinaus zur Touristenattraktion für Pflanzenfreunde. Nachdem Berlin im Jahr 1994 Peking als Partnerstadt gewinnen konnte, wurde die Idee zur Errichtung eines Chinesischen Gartens im Marzahner Erholungspark geboren, um den Hauptstädtern die chinesische Gartenkunst näher zu bringen. Weitere Städtepartnerschaften und "Gärten der Welt" folgten in den Jahren danach.
Beim Spaziergang durch die Orientalischen Landschaftsgärten lässt sich so mancher Blumenfreund von der herrlichen Blütenpracht der Rosen, Palmen und Fliederbüsche inspirieren und anstecken. Exotische Granatäpfel- oder Maulbeerbäume, wie sie beispielsweise auch beim Baldur Versandhaus erhältlich sind, gedeihen auch in unseren Gefilden. Neben fernöstlichen Pflanzen und Gewächsen prägen vor allem die zahlreichen Springbrunnen das Bild der orientalischen Grünanlage. Über lange, kunstvoll geflieste Becken ergießen sich Wasserstrahlen bogenförmig und laden die kleinen Besucher zum Planschen ein.
Korea im Miniaturformat
Als Geschenk der Stadt Seoul wurde im Jahr 2003 der Koreanische Garten eingeweiht. Als verkleinertes Abbild der Landschaft Südkoreas zieren große Felsen, Wasserfälle und Bambusgewächse unterschiedlicher Art das asiatische Gartenparadies. Die großen Holzfiguren "Zang Sung" symbolisieren die im alten Korea weit verbreitete schamanische Glaubensrichtung.
Neuste Attraktion der "Gärten der Welt" ist der Christliche Garten, der erst im April diesen Jahres eröffnet worden ist. Der 100 Meter lange Wandelgang erinnert an die Kreuzgänge in den Innenhöfen mittelalterlicher Klöster.
(Redaktion)
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