"Die Poesie des Vergänglichen"
Berlin. Die Ausstellung mit Fotografien, Collagen und Assemblagen von Gudrun Wiesmann sowie Stahlbildern von Bernard Misgajski ist noch bis zum 30. Oktober 2010 im Studio im Hochhaus, Zingster Straße 25, zu sehen.
Die Künstlerin Gudrun Wiesmann aus Erfurt und Bernard Misgajski aus Putbus-Wreechen kennen sich seit über acht Jahren. Dieses Projekt ist ihre erste gemeinsame Ausstellung. Gleichzeitig soll sie ein Auftakt für eine weitere Zusammenarbeit sein.
Bernard Misgajskis Werftbilder aus korrodiertem Stahl mit Spuren industrieller Bemalung oder Resten von Beschriftung sind Fundstücke aus seiner unmittelbaren Umgebung. Sie regen den Künstler an, durch das Zusammenfügen mit anderen Gestaltungselementen oder Fundstücken, neues zu schaffen. Seine Stahlbilder sind Collagen und Decollagen zugleich.
Gudrun Wiesmanns Arbeitsschwerpunkt ist die Fotografie. Spuren des Vergänglichen wie verwitterte Farbanstriche auf Holz, Putz oder Metall oder Plakate, die in mehreren Schichten aufgetragen und dann teilweise verwittert oder anderweitig wieder abgetragen wurden, werden ausschnittsweise mit der Kamera festgehalten. Es ist nicht Dokumentation von Vergänglichkeit, es sind Bilder, Decollagenfotos. In diesen Bildern steckt ebensoviel Poesie wie in den verarbeiteten Fundstücken von Misgajski. Die Fotografien wiederum regen Wiesmann dazu an, aus Gesehenem und Gefundenem und zum Teil aufbewahrten Ausschnitten dieser Decollagen in Kombination mit anderen Materialien neue Bilder, Collagen oder Assemblagen zu schaffen.
(Bezirksamt Lichtenberg)
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