Erneute Steinwürfe auf Autobahn - Zeugen gesucht
Berlin. Die 8. Mordkommission des Landeskriminalamtes sucht Zeugen zu erneuten Steinwürfen auf die Stadtautobahn heute Vormittag in Tegel.
Im Rahmen der Ermittlungen zu dem Steinwurf am 23. August, bei dem wie berichtet mehrere Fahrzeuge beschädigt worden waren, suchten die Beamten gegen 10 Uhr den Tatort im Bereich der nördlichen Einfahrt zum Tunnel Ortskern Tegel auf. Zeitgleich trafen mehrere Einsatzwagen ein, die von Autofahrern alarmiert worden waren, weil Unbekannte wieder Steine auf die in Richtung Stadtzentrum führende Fahrbahn der BAB 111 geworfen hatten. Bei den Würfen wurde glücklicherweise niemand verletzt. Auch Meldungen über beschädigte Fahrzeuge sind bislang nicht eingegangen. Die beiden rechten Spuren mussten während des Aufsammelns der Steine kurzfristig gesperrt werden.
Wie auch bei der Tat im August, ist davon auszugehen, dass die etwa 20 bis 30 geworfenen Steine aus dem Schotterbett eines in der Nähe befindlichen stillgelegten Bahngleises entnommen worden waren.
Da der oder die Tatverdächtigen unmittelbar vor dem Erscheinen der Ermittler und der Funkwagen die Flucht ergriffen haben müssen, wurde ein Fährtenhund angefordert. Die von dem sechsjährigen Belgischen Schäferhund namens „Duke“ gegebenen Anhalte werden nun von den Fahndern überprüft.
Darüber hinaus führten Befragungen von Passanten zu dem Hinweis, dass kurz vor den Steinwürfen drei Jungen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren in dem Gleisbett gesehen wurden, die sich fluchtartig entfernten, als sie sich entdeckt fühlten.
Die 8. Mordkommission sucht dringend weitere Zeugen, die sich zwischen 9 Uhr 45 und 10 Uhr in der Nähe des Tatortes aufgehalten und verdächtige Beobachtungen gemacht hatten.
Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich an die zuständige Mordkommission unter der Rufnummer (030) 4664 - 911 808 oder an eine andere Polizeidienststelle zu wenden.
(Bezirksamt Reinickendorf)
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