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 21.05.2010  08:52 Uhr
 MUSIKFEST

Fête de la Musique

Berlin. Am 21. Juni findet das alljährliche Fest der Musik bei freiem Eintritt in Berlin statt.

Sommer, Sonne, Sahneeis – da fehlt nur noch die passende Musik, um den Sommeranfang zu feiern! Und diese wird jeder am Montag, dem 21. Juni 2010, nach seinem Geschmack finden. Ganz Berlin feiert wieder auf Straßen und Plätzen die Fête de la Musique, das Fest der Musik und der Eintritt ist frei. Das komplette Programm ist auch online verfügbar http://www.fetedelamusique.de/23.0.html.

Nachmittags ab 16 Uhr tummelt sich die vielfältige und bunte Musikszene auf 81 Bühnen in fast allen Stadtbezirken sowie ab 22 Uhr indoor auf sieben „Fête de la Nuit“ Bühnen. Für Kinder beginnt das Programm bereits um 14 Uhr.

Spécialités: Klassik und Jazz, Rock, Pop und Swing, Reggae und Ska, Chormusik, HipHop, Weltmusik, Punk, Techno und Folk – bei dieser Vielfalt ist es nicht leicht, Highlights zu nennen. Publikumsmagneten wie das RedBullTourBusFestival im Mauerpark oder bekannter Gruppen wie „Jazzanova“ oder „Bobo in White Wooden Houses“ müssen nicht hervorgehoben werden. Bei der Fête de la Musique geht es vielmehr darum, das Erlebnis Live-Musik in seinen vielen Facetten entspannt miteinander zu teilen und Neues zu entdecken. Daher möchten wir vor allem auf Besonderheiten der diesjährigen Fête hinweisen:

Les Français: Das französische bureauexport und das Institut Français präsentieren unter dem Titel „French Connection @Kesselhaus“ die diesjährigen Gäste aus Frankreich. Voller Energie ist die sechsköpfige Gruppe „Féloche“, die für eine aufregende Mischung aus Chanson, Blue Grass und Urban Cajun steht (www.myspace.com/feloche). „The Inspector Cluzo“ sind zwei Rowdy-Rocker aus Bordeaux, die sich mit ihrer kruden Funk-Rock-Mischung an Gitarre und Drums auf internationalen Festivals die Bezeichnung „The French Bastards“ erspielt haben. (www.myspace.com/theinspectorcluzo). Französisch klingt es aber auch im Info-Café Berlin-Paris am Molkenmarkt, im Centre Francais in der Müllerstrasse, im Gainsbourg am Savignyplatz und im atelier kunst-moment in Neukölln.

Les Jeunes: Besonders hervorzuheben ist die starke Beteiligung von Ensembles der bezirklichen Musikschulen in diesem Jahr und die erstmalige Teilnahme einer Grundschule überhaupt, der Joan Miró Grundschule in Charlottenburg, die ein komplettes Programm für Kinder auf die Beine gestellt hat. Spannend liest sich das Angebot von Antje Öklesund in Friedrichshain mit dem „Kinder Kaos Orkester“ und dem „Adriano Celentano Gebäckorchester“. Musik, Töne und Geräusche zum Zuhören, Wegrennen oder Mitmachen in allen Variationen, von „oralic soundmachines“ bis zur “Klammermusik aus Friedrichshain“. Nicht verpassen sollte man auch die Kinder-Jodelschule Kreuzberg und das Klingende Museum mit dem interaktiven Musikmobil bei Kuchenkaiser in Kreuzberg.

Classiques: Die Universität der Künste ist auf zwei Bühnen präsent: „Les Jeunes Classiques“ mit Kammermusik in der Heilig-Kreuz-Kirche und das Julius-Stern-Institut präsentiert Junge Klassik – Studierende im Alter von 10-18 Jahren im Roten Rathaus. Der Kinderchor der Staatsoper, der Ernst-Busch-Chor und der Hanns-Eisler-Chor konzertieren im Russischen Haus in der Friedrichstrasse und der Shalom-Chor Berlin in der St. Hedwigs-Kathedrale. Weitere Vokalensembles sind die „Bulgarian Voices“, der Frauenchor „Con Passione“, der Ernst-Moritz-Arndt-Chor und Chöre der Polizei, der BVG sowie Ensembles aus Marzahn, Pankow, Karlshorst, Mahlsdorf, Lichtenrade und Köpenick. Das Junge Ensemble-Blasorchester erobert mit klassischen Klängen den Humboldtbunker und in der Charlottenburger Luisenkirche spielt Gerhard Oppelt am späten Abend Bachs Goldberg-Variationen.

Tout le Monde - Und jetzt alle! Wer als Musiker, Sänger, Ensemble oder Band keinen Bühnenplatz ergattert hat (Anmeldung ist alljährlich immer bis zum 8. März möglich), kann Dank der Ausnahmezulassung für Straßenmusik am 21. Juni in der Zeit von 16 bis 22 Uhr in ganz Berlin auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Grünanlagen der Stadt akustisch musizieren.

Schutzwürdige Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kirchen, Schulen oder Gedenkstätten sind hiervon ausgenommen. Eingeladen sind Profis sowie Laien, die ohne elektronische Verstärkung ihre Musik präsentieren. Die GEMA-Lizenzierung für diesen Tag übernimmt die Fête Company. Die Musikfolgen bitte formlos oder mit einem GEMA-Vordruck per Fax an (030) 448 51 49. Das Genehmigungsformular ist online abrufbar unter http://www.fetedelamusique.de/472.0.html.

Mitsingen im Lustgarten: Wer Lust hat mit anderen zu musizieren, kommt in den Lustgarten. Von 18:00-19:30 Uhr ist dort Mitsingen und Swingen angesagt, angeführt vom Sänger des 20-köpfigen „Orchestre Miniature in the Park“, das Popmusik auf Spielzeuginstrumenten spielt. Liedtexte werden vor Ort verteilt. Alles unplugged, nur akustisch.

Die Fête de la Musique wird alljährlich am Sommeranfang, dem 21. Juni, und möglichst unter freiem Himmel auf öffentlichen Straßen und Plätzen gefeiert. Die Musik ist live, jeder darf und soll mitmachen, ob Laie oder Profi. Alle Musikstile sind erlaubt, der Eintritt ist frei und alle Musiker treten ohne Honorar auf. 1982 in Frankreich ins Leben gerufen, feiern inzwischen mehr als 340 Städte weltweit, davon gut 20 deutsche Städte und Gemeinden dieses Musikfest. Berlin ist seit 1995 dabei.

Ohne musikalische Bildung gäbe es kein Fest der Musik. Daher unterstützt die Fête de la Musique ausdrücklich die Forderungen des Landesmusikrates Berlin, der sich gemeinsam mit den Verbänden und Institutionen des Berliner Musiklebens für Erhalt und Ausbau


 

(Redaktion)

 



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