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 22.02.2010  15:09 Uhr
 FACHKRÄFTESTUDIE

Gute Chancen in Berlin-Brandenburg: Erste gemeinsame Fachkräftestudie

Berlin. Berlins Arbeitssenatorin Carola Bluhm und Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske haben heute in Berlin die erste gemeinsame Fachkräftestudie Berlin-Brandenburg vorgestellt. Die Studie hat ergeben, dass mit dem zu erwartenden Fachkräftebedarf die Chancen auf dem Arbeitsmarkt in der Region wachsen.

Bis 2020 werden rund 362.000 Arbeitsplätze nicht besetzt werden können, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden. Das teilte heute der Berliner Senat mit Bezug auf die Studie mit.

Arbeitssenatorin Bluhm sieht den prognostizierten Fachkräftebedarf als große Chance für die Wirtschafts- und Arbeitsmarktregion Berlin-Brandenburg. „Wenn jetzt alle Akteure an einem Strang ziehen und strategisch handeln, muss es kein Defizit zwischen dem Bedarf und Angebot geben. Unternehmen, Ausbildungsbetriebe, Schulen und Hochschulen, Arbeitsagenturen und JobCenter sollen mit Blick auf den Arbeitsmarkt zielgerichtet qualifizieren. Die Ressourcen sind da.“, sagte die Senatorin in Berlin.

Die Studie ist der erste länderübergreifende Fachkräfte-Report. Die 250-seitige Prognos-Studie zeigt, dass gut ausgebildete Arbeitskräfte auch gute Chancen auf dem regionalen Arbeitsmarkt haben. Sie prognostiziert unter anderem einen innovativen Wachstumskurs in Industrie und Gewerbe der Region. Demzufolge wächst die Nachfrage nach hoch qualifizierten Fachkräften: Schon bis 2015 wird damit gerechnet, dass 270.000 Arbeitsplätze nicht besetzt werden können; bis 2020 mit 362.000 und 2030 für bis zu 460.000.

Besonders untersucht wurden mit der Studie die Bereiche Medien und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Umwelt- und Energietechnik, Verkehrssystemtechnik, optische Technologien, Kunststoff und Chemie, Maschinen- und Anlagenbau, sowie unternehmensnahe Dienstleistungen (z. B. Computerservice, Reinigungsdienste, Essensversorgung, Steuerberater). Einen hohen Bedarf sehen Bluhm und Baaske auch für die Bereiche Pflege und Gesundheit.

Die meisten Branchen sind schon jetzt auf Fachkräfte mit zum Teil sehr ähnlichen Fachrichtungen angewiesen und konkurrieren deshalb um sie. Dies gilt insbesondere im Bereich der MINT-Berufe (Mathematik - Informatik - Naturwissenschaften – Technik).


 

(Redaktion)

 



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