Kiosk überfallen - Pech für die Räuber
Berlin. Äußerst dilettantisch waren Samstagabend drei Räuber, die einen Kiosk in Wedding überfallen hatten. Gegen 20 Uhr 45 betraten die drei Maskierten den Laden in der Brüsseler Straße. Bewaffnet mit einer Schusswaffe und einem Schlagstock, bedrohten sie den 24-jährigen Angestellten und raubten das Geld aus der Kasse. Doch dann begann die Pechserie.
Zunächst flüchtete das Trio zu Fuß und verlor hierbei schon einige Scheine des gestohlenen Geldes. Zudem fiel einem Räuber die Pistole aus der Hand und ein Schuss machte auf sie aufmerksam. Hierbei kam niemand zu Schaden, da es sich um Platzpatronen handelte. Darüber hinaus hatte bereits ein Kriminalbeamter außer Dienst, der sie beim Verlassen des Geschäfts beobachtet hatte, die Verfolgung aufgenommen. Die Flüchtenden stiegen dann in ihr Fluchtfahrzeug. Aufgrund der Glätte war es ihnen jedoch nicht möglich, mit dem „Renault Clio“ aus der Parklücke herauszufahren. Die drei setzten ihre Flucht zu Fuß in eine Grünanlage am Zeppelinplatz fort und entkamen im Dunkeln. Allerdings hatten sie ihre Beute in dem in der Antwerpener Straße parkenden Fahrzeug vergessen, die von dem Beamten sichergestellt wurde.
Rund vier Stunden später erschien ein 19-Jähriger in Begleitung seines Vaters im Polizeiabschnitt 33 in der Perleberger Straße und zeigte den Diebstahl von Papas Auto an. Hierbei handelte es sich jedoch um das „Fluchtfahrzeug“. Die wachhabenden Beamten nahmen den jungen Mann, der sich in Widersprüche verwickelte, vorläufig fest und überstellten ihn der Kriminalpolizei. Nach der Vernehmung, die in den Vormittagsstunden stattfand, besteht weiterhin die Annahme, dass es sich bei dem 19-Jährigen um einer der Räuber handelt. Er wird daher im Laufe des Tages einem Richter vorgeführt, mit dem Ziel einen Haftbefehl zu erwirken. Die Ermittlungen dauern an.
(Redaktion)
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