Lesung in der Schwartzschen Villa
Berlin. Am 21. Oktober 2011, um 20.00 Uhr, findet im Salon der Schwartzschen Villa eine Lesung mit anschließender Diskussion statt: "Terror und Traum. Moskau 1937" - Karl Schlögel liest aus seinem gleichnamigen Buch.
Moskau 1937: Die sowjetische Metropole auf dem Höhepunkt der stalinistischen Diktatur. In einem Orkan der Gewalt geht eine Gesellschaft zugrunde. Karl Schlögel rekonstruiert Monat für Monat, wie sich der Terror eines Notstandsregimes zum „Großen Terror“ steigerte, dem binnen eines Jahres 1,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Doch damit ist nicht die ganze Geschichte erzählt: Im Schatten des Terrors will das Regime um Stalin eine neue Gesellschaft aufbauen. Gestützt auf zahllose Dokumente – Literatur, Kino, Zeitungen, Ausstellungen, Protokolle, Reklame, Tagebücher, Lieder, Stadtpläne, Briefe – vergegenwärtigt Karl Schlögel in seinem historischen Meisterwerk eine Zeit, in der Terror und Traum fließend ineinander übergingen: Eine beispiellose Perspektive. Ein hervorragend geschriebenes und äußerst anregendes Buch.
Prof. Dr. Karl Schlögel wurde 1948 geboren, er studierte an der FU Berlin, in Moskau und St. Petersburg. Er lehrt Osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Seine Bücher wurden vielfach ausgezeichnet.
Ort: Schwartzsche Villa, Großer Salon, Grunewaldstr. 55, 12165 Berlin
Eintritt: frei
Weitere Informationen: (030) 90299-2212 - Kulturamt Steglitz-Zehlendorf, Schwartzsche Villa
(Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf)
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