Leuchtender Protest gegen Gen-Kartoffel
Berlin. Mit der großflächigen Projektion einer Gen-Kartoffelfratze auf das Bundeskanzleramt in Berlin haben Greenpeace-Aktivisten in den frühen Morgenstunden gegen den Anbau der umstrittenen Gen-Kartoffel "Amflora" protestiert. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat erklaert, die gestrige Zulassung der Gen-Kartoffel durch die EU-Kommission hinzunehmen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU),CSU-Parteichef Horst Seehofer und der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, die Gen-Kartoffel zu fördern,obwohl es mittlerweile Kartoffeln mit ähnlichen Eigenschaften ohne Gentechnik gibt. Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, die Warnungen vor den gesundheitlichen und ökologischen Risiken ernst zu nehmen und den Anbau in Deutschland zu verbieten.
"Verbraucher, Landwirte und Lebensmittelhersteller wollen die Gen-Kartoffel
nicht. Sie birgt erhebliche Risiken, ist gesellschaftlich unerwünscht,
technisch veraltet und voellig überfluessig", sagt Martin Hofstetter,
Gentechnik-Experte von Greenpeace. "Es ist nicht verständlich, warum die
Bundesregierung ihre Glaubwuerdigkeit ausgerechnet mit so einem
zweifelhaften Projekt wie der Amflora gefaehrdet. Sie sollte die Interessen
der Buerger vertreten und nicht diejenigen der BASF. Die Regierung muss den
Anbau der Kartoffel verbieten."
Nach einer Anfang Januar veroeffentlichten Emnid-Umfrage im Auftrag von
Greenpeace befuerworten 77 Prozent der Bevoelkerung ein Verbot der
Gen-Kartoffel. "Union und FDP sollten sich klar machen, dass auch ihre
Waehler Gentechnik auf dem Acker und auf dem Teller ablehnen", erklärt
Hofstetter.
(Redaktion)
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