Modeschmuck – Geschichte und Pflege
Berlin. Mit dem Aufkommen der ersten Modezeitschriften im 19. Jahrhundert entstand auch beim bürgerlichen Volk ein Bewusstsein für Mode. Zur Mode gehörte schon damals der passende Schmuck.
Zu der Zeit wurden bei Hofe statt teurer Edelsteine und – metalle Materialien wie Eisen, Glas und Onyx bevorzugt. Da diese Art Schmuck günstig zu produzieren war, fand mithilfe der schnell populär werdenden Modemagazine auch der Modeschmuck rasch Anklang und Verbreitung.
Die Kurzlebigkeit von Modetrends erfordert eine ebenso schnelle Anpassung der Schmuckstücke, weshalb ein geringer Preis wesentliche Voraussetzung für den Erfolg von Modeschmuck ist.
Neben der preiswerten Materialien trug auch die während der Industrialisierung in Europa stattfindende Umstellung von der Manufaktur auf die industrielle Fertigung zur preisgünstigen Herstellung der Schmuckstücke bei.
Mit dieser, den Geldbeutel schonenden, Variante des Schmucks kann seither jeder Modetrend mitgemacht werden, ohne sich gleich finanziell zu ruinieren.
So haben Sie lange Freude an den Preziosen
Regelmäßig kehren Elemente ehemaliger Modetrends als neuer Trend zurück, wer also seinen Modeschmuck nach Ende der Saison nicht gleich wieder in den Abfall wirft, kann möglicherweise in der Zukunft seine bereits gekauften Kleinode recyceln. Dazu ist es natürlich nötig, auch den Modeschmuck entsprechend zu pflegen, denn die verwendeten Metalle, Legierungen und dünnen Überzüge aus Gold und Silber reagieren auf Umwelteinflüsse wie Hitze, Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit oftmals mit unschönen Verfärbungen. Fachleute nennen das "Galvanisieren". Mit der richtigen Pflege lässt sich aber die Lebensdauer von Modeschmuck deutlich verlängern.
Dazu gehört unter anderem, dass man den Schmuck nach Möglichkeit vor den genannten Einflüssen schützt, ihn also zur Aufbewahrung kühl, dunkel und trocken lagert. Eine blickdichte und verschließbare Schmuckdose sieht nicht nur hübsch auf dem Nachtschränkchen aus, sondern ist ideal als Behältnis für das Geschmeide geeignet. Im Badezimmer sollte sie jedoch nicht stehen, denn die zeitweise hohe Luftfeuchtigkeit im Bad könnte auch in die verschlossene Dose eindringen und dem Modeschmuck Schaden zufügen. Aus diesem Grund ist es außerdem ratsam, den Schmuck beim Duschen, Baden, Händewaschen und Schwimmen abzulegen. Vor sportlicher Betätigung sollten die Schmuckstücke ebenfalls entfernt werden, Schweiß enthält neben Wasser auch Salz und andere Stoffe, die dem Aussehen des Modeschmucks übel mitspielen können. Kosmetikprodukte, Deodorant und andere Duftwässerchen sowie Haarspray etc. sind gleichermaßen schlecht für die unechten Juwelen.
Zum Reinigen sollten die Schmuckstücke nur leicht mit einem feuchten Tuch abgewischt und nicht unter den Wasserhahn gehalten werden. Schwer zugängliche Teile werden anschließend mit einem Föhn getrocknet, der entweder auf kalt gestellt ist oder in entsprechend großer Entfernung gehalten wird. Zusätzlich kann der Modeschmuck durch das Auftragen von transparentem Nagellack gegen Verfärbungen versiegelt werden.
(Redaktion)
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