Preis für soziales Lernen geht nach Lichtenberg - Preisverleihung am 9. September
Berlin. Den „Helga Moericke Preis für soziales Lernen“ erhält in diesem Jahr die "Werkstatt Soziales Lernen" der Carl-von-Linné-Schule für Körperbehinderte in Lichtenberg.
Die Preisverleihung nimmt Almut Nehring-Venus, Staatssekretärin für Wirtschaft und Gleichstellung und Schirmherrin des Helga Moericke Preises, am Donnerstag, dem 9. September, um 11 Uhr in der Carl-von-Linné-Schule, Paul-Junius-Straße 15, 10367 Berlin.
Die Laudatio hält Lichtenbergs Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich.
Der "Helga-Moericke-Preis für soziales Lernen", ausgelobt vom Verein frauen+schule Berlin/Brandenburg e.V., würdigt die Umsetzung des Sozialen Lernens im schulischen Alltag. Er wird zu Ehren der 2008 verstorbenen Dr. Helga Moericke vergeben und ist mit 1500 Euro dotiert.
Das Team "Werkstatt Soziales Lernen" der Carl-von-Linné-Schule für Körperbehinderte hat sich im Mai 2010 für den "Helga-Moericke-Preis für Soziales Lernen" beworben.
Die Werkstatt wurde im Schuljahr 2008/09 gegründet mit dem Ziel, in der Schule soziales Lernen langfristig und kontinuierlich anzubieten und die Sozialkompetenzen der Schüler systematisch zu fördern. Die vierzehn Gründungsmitglieder der Werkstatt sind Erzieher und Sozialpädagogen, die als Multiplikatoren fungieren.
Die Carl-von-Linné-Schule ist eine Ganztagsschule. Die Schüler können ihre Freizeit in etwa 50 Kursen verbringen. Der Schulclub, die Bibliothek, das Internetcafé und ein Freizeitraum laden zum Verweilen ein. Während der Ferien können Schüler ins schuleigene Zeltlager in Barth fahren.
Dr. Helga Moericke war Studienrätin am Friedrich-Engels-Gymnasium in Berlin-Reinickendorf, seit 1996 Frauenvertreterin. Sie erweiterte die Mädchen- und Frauenarbeit durch Projekte im Bereich der reflexiven Koedukation und konzentrierte sich auf den Bereich des sozialen Lernens. Sie setzte zunächst bei vielen Reinickendorfer Schulen und schließlich auch berlinweit durch, dass an den Schulen Zeit für Konfliktbearbeitung und Präventionsarbeit bereitgestellt wurde. An der Entwicklung des Berliner Konzepts des Sozialen Lernens für Mädchen und Jungen war sie maßgeblich beteiligt und machte in zahlreichen Veranstaltungen immer wieder deutlich, dass kontinuierliches soziales Lernen die Weiterentwicklung persönlicher und sozialer Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern befördert und zur Leistungssteigerung und Gewaltprävention beiträgt.
Weitere Informationen
Carl-von-Linné-Schule
Telefon 50 50 960
Carl-von-Linné-Schule(Externer Link)
frauen+schule Berlin/Brandenburg e.V.
Christin Grohn-Menard, Tel.: 8 61 49 77
kontakt@frauen-und-schule-berlin-brandenburg.de
(Bezirksamt Lichtenberg)
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