Prominente und Schönheitsoperationen
Berlin. Wer kennt sie nicht, die entstellten Gestalten aus dem Fernsehen, denen man die Überdosis Botox noch allzu deutlich ansieht. Aufgrund genau dieser Leute hegt die Mehrheit Vorurteile gegenüber Schönheitsoperationen und Schönheitsoperierten. Doch sind diese Vorurteile angebracht?
Bei Indikation sind Schöhnheits-OP's notwendig
Viele Frauen lassen sich heutzutage die Brüste vergrößern. Und zwar nicht nur die prominenten Schönheiten, sondern auch ganz normale Frauen von nebenan. Bei Misswahlen und anderen Castings im Fernsehen sieht man häufiger Frauen, deren Brüste offensichtlich ein wenig ausgepolstert wurden, selbst bei Germany‘s Next Topmodel waren in der letzten Staffel zwei junge Frauen dabei. Hilfreich ist so eine OP vor allem bei Frauen, die keinen richtigen Busen haben und darunter stark leiden. Diese haben dann auch nicht das Bedürfnis, ein DD-Cup zu erlangen, von welchem einem jeder verantwortungsbewusste Arzt bei einem sehr schlanken Körper auch abraten würde, sondern wollen sich durch den Einsatz von Silikonimplantaten einfach nur weiblicher fühlen. Oft haben ihre Komplexe schon so große Ausmaße angenommen, dass sie sich in psychische Behandlung begeben müssen.
Ähnlich bei der Bauchstraffung. Natürlich gibt es Hollywood-Stars, die einen fliegenden Wechsel zwischen Kreißsaal und rotem Teppich vornehmen und dann uns Normalsterblichen erklären, sie würden die Babypfunde mit viel Wasser und ein wenig Bewegung wegbekommen. In Wahrheit sieht das nämlich ganz anders aus, denn mehr als genug Promidamen machen gleich einen Kombi-Termin, bei dem sich dann Kaiserschnitt und Bauchdeckenstraffung zusammen erledigen lassen, damit spart man Zeit und Nerven. Aber es gibt auch Menschen, die eine Bauchstraffung wirklich benötigen. Diese haben meist eine Menge abgenommen und können auch durch Sport eine Fettschürze, die sich durch überschüssige Haut bildet, nicht vermeiden. Da hilft nur eine Operation. In besonders schweren Fällen zahlt dies auch die Krankenkasse.
Psychologische Hintergründe erfragen
Insofern gibt es definitv Situationen, in denen sich eine Operation entweder nicht vermeiden lässt oder so sehr herbeigewünscht wird, dass ein vollwertiges Leben ohne diese Erfüllung nicht mehr möglich ist. Man sollte Schönheitsoperationen also nicht grundsätzlich und generell abwerten. Stars und Sternchen hingegen sollten die Öffentlichkeit nicht für dumm verkaufen. Wenn man mit über vierzig und drei Kindern noch einen Busen hat, der gen Himmel zeigt oder sich noch kein einziges Krähenfüßchen bildete, dann kann das weder an einer gesunden Ernährung, noch an viel Schlaf oder Sport liegen; sondern an dem privaten Schönheitsdoktor, der seinen Patientinnen eine ewige Jugend und unvergänglich pralle Körper verspricht.
Aber natürlich ist es jedem selbst überlassen, wie man seinen Körper gestalten möchte. Sofern zwar keine Indikation, aber dafür das nötige Kleingeld vorhanden ist, ist erlaubt, was gefällt. Nur ist das Thema ist unserer Gesellschaft immer noch soweit tabuisiert, dass kaum jemand im öffentlichen Leben dazu steht, eine solche Operation durchgeführt zu haben. Bei vielen Jugendlichen, die einem durch Medien und Fernsehen verzerrten Schönheitsideal hinterherlaufen, sollte man sich vor der Inangriffnahme eines solchen Eingriffs auch erst einmal fragen, warum sie unzufrieden und unglücklich sind, und die psychologischen Hintergründe erfragen. Bei Minderjährigen, deren Körper noch nicht voll ausgereift ist, würde sowieso kein Arzt keine OP durchführen. Aber man sollte den Jugendlichen frühzeitig ein gesundes Selbstbewusstsein antrainieren.
(Redaktion)
Es stimmt zwar das sich immer mehr Frauen unter das Messer legen. Zumindest wird das in den Medien so publiziert. Aber ist das wirklich richtig? Sollte nicht jeder so akzeptiert werden wie er ist? Oder zählt wirklich nur noch das äussere?
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