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 29.12.2009  15:50 Uhr
 S-BAHN BERLIN

S-Bahn Berlin im Januar mit eingeschränktem Fahrplan unterwegs

Berlin. Die Werkstätten der S-Bahn Berlin arbeiten auch über den Jahreswechsel mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Fahrzeugflotte. Dabei werden mehrere, sich überlagernde Wartungs-,Instandhaltungs-und Prüfprozesse parallel abgearbeitet.

Maßgebliche Auswirkung auf die Verfügbarkeit der Fahrzeuge hat die sogenannte Stegdickenmessung an den Radscheiben. Dabei werden alle Grenzmaße von Radscheiben der Baureihe 481 oberhalb einer festgelegten Laufleistung überprüft. Die bisherigen siebentägigen Zusatzuntersuchungen können in Abstimmung mit dem Eisenbahn-Bundesamt erst ab Mitte Januar schrittweise wegfallen. Zusätzlich zu diesen umfangreichen Fahrzeugüberprüfungen sind in den letzten Tagen zahlreiche witterungsbedingte Wartungs-und Instandhaltungsarbeiten angefallen, die zu einer sehr starken Belastung der Werkstätten führte.

Daher können ab Januar zunächst nur 310 Viertelzüge eingesetzt werden. Die Linien S45 und S85 verkehren auch weiterhin nicht.

Angebot zu Silvester 2009

Trotz der angespannten Fahrzeugsituation wird die S-Bahn Berlin in der Silvesternacht sicherstellen, dass die Fahrgäste auch durchgehend an ihr Ziel kommen.
Bis 22 Uhr fahren durch den Nord-Süd-Tunnel die Linien S1 und S2 im 10-Minuten-Takt sowie die S25 im 20-Minuten-Takt. Ab 22 Uhr bis 3 Uhr werden die Linien S1, S2 und S25 jeweils im 20-Minuten-Takt verkehren. Zwischen Gesundbrunnen und Priesterweg werden weitere Züge zur Verdichtung des Angebots verkehren.

Auf der Stadtbahn verkehren bis 22 Uhr die Linie S5 zwischen Strausberg und Grunewald, die Linie S7 zwischen Ahrensfelde und Potsdam und die Linie S3 zwischen Erkner und Westkreuz sowie die Linie S75 zwischen Spandau und Wartenberg jeweils alle 20 Minuten. Zwischen 22 Uhr und 3 Uhr verkehren zusätzliche Züge zwischen Friedrichshagen und Westkreuz.
Der Ring fährt rund um die Uhr durchgehend im 10-Minuten-Takt und die Linien S 46 und S 47 fahren im 20-Minuten-Takt.

Ab 3 Uhr bietet die S-Bahn einen durchgehenden Nachtverkehr im 20-Minuten-Takt auf allen Linien bis auf die noch nicht verkehrenden S45 und S85 an.
Angebot ab 4. Januar 2010 - zusätzliche Züge von DB Regio

Ab Januar wird die S-Bahn Berlin mit 310 Fahrzeugen einen weiterhin eingeschränkten Fahrplan anbieten:

-Die Linie S1 verkehrt zwischen Wannsee und Oranienburg und Wannsee und Frohnau jeweils im regulären 20-Minuten-Takt und damit alle 10 Minuten zwischen Wannsee und Frohnau.

-Die Linie S2 verkehrt alle 20-Minuten zwischen Bernau und Blankenfelde sowie zwischen Buch und Potsdamer Platz. Damit ist zwischen Buch und Potsdamer Platz ein 10-Minuten-Takt sichergestellt.

-Die Linie S25 verkehrt zwischen Hennigsdorf und Teltow Stadt im 20-Minuten-Takt

-Die Linie S3 verkehrt zwischen Erkner und Westkreuz im 20-Minuten-Takt über die Stadtbahn. Das Angebot wird zwischen Friedrichshagen und Ostbahnhof zu einem 10-Minuten-Takt verdichtet.

-Die Ringlinien S41/S42 können weiterhin auch im Berufsverkehr nur im 10-Minuten-Takt angeboten werden.

-Die Linie S46 wird zwischen Königs Wusterhausen und Westend im 20-Minuten-Takt als durchgebundene Linie verkehren.

-Die Linie S47 verkehrt im 20-Minuten-Takt zwischen Spindlersfeld und Südkreuz.

-Die Linie S5 verkehrt zwischen Strausberg Nord über die Stadtbahn nach Olympiastadion im 20-Minuten-Takt und wird zusätzlich zwischen Hoppegarten und Warschauer Straße zu einem 10-Minuten-Takt verdichtet.

-Die Linie S7 verkehrt nur alle 20-Minuten über die Stadtbahn nach Potsdam. Auf dem östlichen Abschnitt wird das Angebot zwischen Ahrensfelde und Ostbahnhof auf einen 10-Minuten-Takt verdichtet.

-Die S75 verkehrt zwischen Wartenberg und Spandau im 20-Minuten-Takt.

-Die Linie S8 verkehrt zwischen Hohen Neuendorf und Grünau, im Berufsverkehr bis Zeuthen im 20-Minuten-Takt.

-Die Linie S9 verkehrt zwischen Flughafen Schönefeld über den Ostring bis nach Pankow im 20-Minuten-Takt.

S-Bahn Ergänzungsverkehre ab 4. Januar

DB Regio hat über die Feiertage mit großen Anstrengungen Lokomotiven der Baureihe 143 und Reisezugwagen organisiert, die jetzt nach Berlin überführt werden und ab dem 4. Januar den Fahrgästen zusätzlich zur Verfügung stehen.
Damit kann ab dem 4. Januar folgender S-Bahn-Ergänzungsverkehr angeboten werden:

-Da die S7 nur alle 20-Minuten über die Stadtbahn bis nach Potsdam Hbf verkehrt, werden die Züge des RE1 alle 30 Minuten zwischen Berlin Ostbahnhof und Potsdam Hbf verdichtet. Dieses Zusatzangebot verkehrt sonntags bis donnerstags zwischen 6 Uhr und 20 Uhr und mit erweiterter Bedienzeit freitags und samstags zwischen 6 und 24 Uhr.

-Zudem wird die Regionalbahnlinie RB 10 von Spandau durchgehend nach Charlottenburg verlängert, da mit der Linie S75 nur ein 20-Minuten-Takt bis nach Spandau angeboten werden kann. Dieses Zusatzangebot wird montags bis freitags auch außerhalb der Hauptverkehrszeit zwischen 10 Uhr und 13 Uhr und um 21 Uhr angeboten.

-Der Flughafen-Expressbus SXF 1 zwischen Flughafen Schönefeld und Südkreuz kann weiterhin zuschlagsfrei genutzt werden, solange die Linie S45 noch nicht verkehrt

Weitere Informationen sind unter www.s-bahn-berlin.de oder dem S-Bahn-Kundentelefon unter der Rufnummer (0)30 297-43333 erhältlich.


 

(Redaktion)

 



2 Kommentare »
Ihr Kommentar
 
29.12.09 22:36
SiggiF
Mein Gott
Mein Gott, wie haben es unsere Vorfahren nur geschafft, das ihre "alten Kisten" ( BR 475, 476, 477 ) 7 Jahrzehnte ( in Worten: SIEBEN ) durchgehalten haben, dabei obendrein einen Weltkrieg überstanden haben, und trotzdem weitgehend störungsfrei fuhren? Wenn sie ihre Züge so konstruiert und gebaut hätten, wie die "modernen" Züge ( speziell die BR 481/482 ) sich "entpuppen", dann wären wir nach 1945 wahrscheinlich zu Fuß gegangen. Elektronik mag zwar alles regeln können, ist aber doch viel empfindlicher als z.B. ein Hebel, mit dem man dann halt eine Tür von Hand öffnen musste. Und... muss wegen EINER gebrochenen Radscheibe gleich eine ganze Fahrzeugflotte stillgelegt werden? Sicherheit hin, Sicherheit her. Man kann`s auch übertreiben. Ich stelle mir gerade vor, dass wegen eines Schienenbruchs ( der kommt wohl öfter vor ) gleich das gesamte Schienennetz der DB auf den Prüfstand muss.......
Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Da wo Autos bzw. Bahnen fahren, wo Flugzeuge fliegen, wird es IMMER wieder, egal ob menschlich oder technisch bedingt, Unfälle geben.
31.12.09 03:21
Swifty
ich kann ...
SiggiF nur voll zustimmen. Mittlerweile ist der Versuch, das Leben 100%ig planbar und sicher zu machen einfach nur lächerlich. Da werden z.B. im Automobilbereich ganze Fahrzeugflotten zurückgeholt wegen eines angeblich entzündeten Tankstutzens , jedes Wochenende fahren siche aber etliche tot, weil sie betrunken von der Disko heim kommen. Wo bleibt da der Realismus ? Ich denke er bleibt auf der Strecke. Das Leben ist nun mal gezeichnet durch Dinge, die wir nicht voraussehen können, und zwischen Nachlässigkeit bzw. Manipulationen von Wartungsarbeiten und der Tatsache, dass auch ein gerade überprüfter Radreifen aus irgendeinem Grunde brechen kann liegen doch Welten. Ich glaube wir sind in unserer fetten und satten Welt einfach nicht mehr gewohnt , dass es "da draussen" (wo das auch sein mag) immer doch noch ein paar Sachen gibt, die wir nicht beeinflussen können.
Ein weiterer Punkt, der damals keine grosse Rolle spielte , ist die heutige permanente Präsenz der Medien und diese Manie über alles und jeden Furz berichten zu müssen. Ist früher mal jemand aus dem Zug gefallen ( weil er während der Fahrt die Tür geöffnet hat ) dann wurde das in der Lokalredaktion irgendwo eingepflegt - fertig . Heute verbreitet sich sowas - dank Internet - sofort überall hin und am Ende des Tages wird dann die Frage gestellt "Wie sicher ist Zugfahren denn überhaupt noch ?" bla bla bla . Ich habe es genossen früher in der S-Bahn oder Reginalverkehr im Sommer die Türen einen Spalt aufzumachen zu können - auch wenns verboten war :-) .
Ich weiss nun auch nichts über die Personalsituation der Bahn, vermute aber, es sieht genau so aus wie überall, man spart Menschen und stellt Computer ein. Früher ( und das ist noch gar nicht so lange her ) sind Bahner regelmässig an den Zügen langgegangen und haben die Achsen abgeklopft , sicher wird heutzutage darauf verzichtet - man hat ja "Wartungsintervalle" . Sicher möchte ich nicht generell den technischen Fortschritt verdammen, es gibt tolle Sachen, die machbar sind , aber so unzuverlässig Menschen auch sein mögen, die Technik ist genau so ....
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