Schmuck im Wandel der Zeit
Berlin. Als Schmuck werden im allgemeinen Gegenstände bezeichnet, welche von Menschen zur Verzierung ihres Körpers sowie an der Kleidung getragen werden. Schmuckstücke werden dabei zum Beispiel in Form von Ringen oder Ketten direkt auf der Haut getragen oder an Kleidungsstücken gefestigt.
Menschen schmücken sich schon immer
Menschen tragen bereits seit Beginn der Menschheit Schmuck. Schon vor mehr als 100.000 Jahren schmückten sie sich mit Muscheln. Jedoch hatte das Tragen von Schmuck früher eine andere Bedeutung als in der heutigen Zeit. Zwar diente Schmuck auch damals als Zierde, doch hauptsächlich wurde er als Talisman oder Glücksbringer getragen. Zudem trug man ebenfalls Schmuck, um Gefahren von sich abzuwenden und um Feinde in die Flucht zu schlagen. Denn laut Aberglaube konnten bestimmte Schmuckstücke dem Menschen gewisse Kräfte verleihen.
Aus diesem Grund hatten die Menschen vor den Trägern derartiger Schmuckstücke großen Respekt und Erfurcht. Erst im Laufe der Jahrtausende wandelte sich die Bedeutung von Schmuck. Er wurde in zunehmendem Maße zur Verschönerung des menschlichen Körpers getragen. Dies kam der heutigen Hauptfunktion von Schmuck schon näher. Damals gab es noch keine Designer wie Thomas Sabo, die eigene Schmuck-Kollektionen kreierten. Auch waren die Mittel zur Herstellung von Schmuckstücken damals jedoch ganz andere, da die nötigen Kenntnisse und Fähigkeit sich erst über Jahrtausende hinweg entwickelten.
Schmuckstücke wurden in der Regel aus ganz natürlichen Materialien hergestellt, so zum Beispiel Perlenketten aus Holz oder ähnlichem. Besonders beliebte Schmuckstücke aus Holz waren Reife für die Arme und für den Hals. Andere Formen von Schmuckstücken entstanden erst, als die Menschen verschiedene Materialien entdeckten und diese einzusetzen vermochten, indem sich die Grundlagen der Schmiede erlernten.
Schmuck nur für Reiche
Am Anfang hatten nur reiche Personen die nötigen finanziellen Mittel, um sich Schmuck aus echten Edelmetallen anfertigen zu lassen. Die Angehörigen der unteren gesellschaftlichen Schichten mussten sich mit Schmuck aus minderwertigeren Materialien zufrieden geben. In vielen Kulturen gilt Schmuck noch heute als Zeichen für Wohlstand und großen Reichtum. Bereits zu den Anfängen des Goldschmucks waren in einigen Kulturen reiche Personen besonders stark mit Schmuck ausstaffiert, um ihren Wohlstand und ihren besonderen sozialen Status zum Ausdruck zu bringen. Dies war vor allem in Asien und Afrika der Fall. Der Schmuck von damals ist mit den heutigen, industriell gefertigten Schmuckstücken von Marken wie Pandora nicht zu vergleichen.
Im Laufe der Zeit änderte sich die Bearbeitung der Metalle, so dass edler Schmuck auch für weniger gut betuchte Personen erschwinglich wurde. Aberglaube war lange Zeit in weiten Teilen der Gesellschaft sehr verbreitet. Verschiedenen Schmuckstücken wurde eine ganz besondere Kraft beigemessen, weshalb sich verschiedene Rituale rund um Schmuckstücke bildeten. Beispielsweise wurde es zur Tradition, dass ein Paar vor seiner Hochzeit Verlobungsringe trug und am Tag der Eheschließung Trauringe tauschte. Dieser Brauch hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Schmiedekunst als anerkanntes Handwerk. Schmuckstücke konnten nun in größeren Mengen hergestellt werden.
(Redaktion)
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