Streitigkeiten eskalieren in tödlichen Messerstichen
Berlin. Ein Streitgespräch in einer Straßenbahn endete gestern Nachmittag in Oberschöneweide bei einem der zwei Beteiligten mit tödlichen Verletzungen.
Gegen 17 Uhr 25 geriet ein 18-Jähriger in einem Waggon der Tramlinie 21, die in Richtung Lichtenberg unterwegs war, aus bislang ungeklärter Ursache in einen Streit mit einem anderen Mann. Im weiteren Verlauf zog der 18-Jährige ein Messer und stach auf seinen Kontrahenten ein. An der Haltestelle Edison- Ecke Rummelsburger Straße brach das 39-jährige Opfer bewusstlos zusammen. Ein Notarzt versuchte, den Mann zu reanimieren, der jedoch seinen schweren Verletzungen erlag.
Der flüchtige Tatverdächtige wurde von einem Passanten festgehalten, der ihn schließlich alarmierten Polizeibeamten übergab, von denen er sich widerstandslos festnehmen ließ. Die vermeintliche Tatwaffe hatte der 18-Jährige auf das Flachdach eines nahegelegenen Supermarktes geworfen, auf dem sie sichergestellt wurde. Der junge Mann wurde der 8. Mordkommission des Landeskriminalamtes überstellt, die die weiteren Ermittlungen übernommen hat.
Aufgrund des Polizeieinsatzes und der umfangreichen Ermittlungsarbeit am Tatort war die Edisonstraße zwischen Siemensstraße und Straße n der Wuhlheide in Richtung Lichtenberg für mehrere Stunden gesperrt. Für den unterbrochenen Straßenbahnverkehr richteten die Verkehrsbetriebe einen Schienenersatzverkehr ein. Der zuständige Staatsanwalt, der wegen des Vorwurfs des Totschlags ermittelt, war vor Ort. Er wird den Beschuldigten in den Nachmittagsstunden einem Haftrichter vorführen.
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