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 24.10.2011  09:50 Uhr
 BRANDSTIFTUNG

Tatverdächtiger räumt mehr als 60 Inbrandsetzungen ein

Berlin. Zu der Serie von Fahrzeuginbrandsetzungen dieses Jahres können die Ermittler der Polizei nun einen weiteren Erfolg verzeichnen.

Zu der Serie von Fahrzeuginbrandsetzungen dieses Jahres können die Ermittler der Polizei nun einen weiteren Erfolg verzeichnen. Umfangreiche Ermittlungen der Beamten führten Freitagabend zur Festnahme eines 27-Jährigen. Der Mann hat in seinen Vernehmungen bereits mehrere Dutzend Brandstiftungen eingeräumt. Demzufolge steht er in dringendem Verdacht, in der Zeit vom 7. Juni 2011 bis zum 27. August 2011 hauptsächlich in den Bezirken Spandau, Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf bislang siebenundsechzig Autos angezündet zu haben, in Mitleidenschaft gezogen wurden zudem mehr als 30 daneben stehende Fahrzeuge. Ob der 27-Jährige weitere Taten begangen hat, wird aktuell noch ermittelt. In jeweils einem Fall der Inbrandsetzung wird der Tatvorwurf der versuchten schweren und der schweren Brandstiftung erhoben: Am 28. Juli hatte der Beschuldigte ein Auto unter einem Carport in der Mellener Straße in Lichtenrade angezündet, wodurch das Carportdach Feuer fing und die Flammen in der Folge auf den Dachstuhl eines Wohnhauses übergegriffen hatten. Die schlafenden Anwohner kamen hier glücklicherweise mit dem Schrecken davon. Einen Tag später hatte der Beschuldigte mehrere Fahrzeuge einer Autovermietung in der Kurfürstenstraße in Höhe der Ansbacher Straße in Charlottenburg angezündet, die in dem Unterstand einer Seniorenresidenz geparkt waren. Die Senioren mussten evakuiert werden, weil der Mietwagenparkplatz zudem über eine Tanksäule verfügte. Weiterer Schaden konnte durch das schnelle Eingreifen der Berliner Feuerwehr verhindert werden. Eigenen Aussagen zufolge handelte der Mann allein und aus „reinem Frust“. Hinweise auf eine politische Tatmotivation ergaben sich bislang nicht.
Die Polizei Berlin traf mit hohem personellem und technischem Aufwand intensive Maßnahmen zur Prävention, zur Erkenntnisgewinnung und zur Festnahme von Straftätern in der ganzen Stadt. Mit dem rapiden Anstieg der Inbrandsetzungen von Fahrzeugen waren seit Juni zunächst bis zu 150 Berliner Polizeibeamte Nacht für Nacht eingesetzt, um der steigenden Zahl von Fahrzeuginbrandsetzungen entgegen zu wirken. Unterstützt wurden sie seit Ende August von Polizeibeamten der Bundespolizei, so dass bis zu 500 Polizisten nachts im Einsatz waren.
Gegen den Tatverdächtigen erließ das Bereitschaftsgericht gestern Haftbefehl.


 

(Polizei Berlin)

 



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