Umzugs- und Entrümpelungsservice betrieb Drogenhandel - Geschäfte geschlossen
Berlin. Ungewöhnliches Geschäftsgebaren beobachteten Polizeibeamte des Abschnitts 15 gestern Mittag vor einem Ladengeschäft in Prenzlauer Berg.
Die Zivilpolizisten wurden in der Oderberger Straße kurz nacheinander auf „Kunden“ aufmerksam, die sich jeweils für kurze Momente in dem Geschäft aufhielten und dann wieder entfernten. Bei der Überprüfung von zwei Männern im Alter von 19 und 22 Jahren und einer Frau im Alter von 33 Jahren fanden die Beamten bei ihnen noch verpackte Drogen, die die Durchsuchten offenbar zuvor in der Firma für Umzüge und Entrümpelungen erworben hatten.
Eine sofort durchgeführte Durchsuchung des Ladens verlief außerordentlich erfolgreich: die Ermittler fanden knapp 70 verkaufsfertige Drogenpäckchen, drei Feinwaagen, eine Mühle und ein mutmaßlich für den Handel benutztes Mobiltelefon. Der Laden wurde geschlossen. Ein im Laden festgenommener 51-jährige „Verkäufer“ räumte die Vorwürfe hinsichtlich des illegal betriebenen Geschäftszweiges gegenüber der hinzugezogenen Kriminalpolizei in seiner Vernehmung ein. Umfangreiche Ermittlungen des Polizeiabschnitts 15 und der Kriminalpolizei der Direktion 1 zogen am gestrigen Abend die Durchsuchung einer Wohnung in Gesundbrunnen nach sich, in der die Polizisten in der Ackerstraße das Versteck für ein knappes halbes Kilogramm Drogen aushoben. Heute Morgen schlossen die Ermittler des Polizeiabschnitts 15 schließlich einen ebenfalls mit dem Drogenhandel in Verbindung stehenden Zubehör-Shop in der Wichertstraße in Prenzlauer Berg, nachdem sie dort weitere Drogen und Beweismittel gefunden hatten.
Die weiteren Ermittlungen wegen gemeinschaftlichen, erwerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln hat das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei der Direktion 1 übernommen.
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