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 25.10.2011  09:46 Uhr
 DEMONSTRATION

Versammlungen verliefen überwiegend störungsfrei

Berlin. Während zwei Kundgebungen gestern in Mitte störungsfrei verliefen, kam es im Anschluss eines Aufzuges, der von Neukölln nach Kreuzberg führte, in den Abendstunden zu Auseinandersetzungen zwischen mehreren Jugendlichen und der Polizei.

In der Zeit von 12 bis 13 Uhr 45 demonstrierten zirka 50 Personen unter dem Motto „Gegen die aktuellen Menschrechtsverletzungen der Regierung von Bangladesch“ auf der Mittelinsel des Pariser Platzes. Die Teilnehmer zeigten themenbezogene Transparente und skandierten Parolen.
Die seit dem Samstag laufende Kundgebung zum Thema „Occupy“ wurde auf der Grünfläche des Platzes der Republik die Nacht hindurch friedlich fortgesetzt. Im Laufe des Tages verweilten rund 80 Demonstranten diskutierend vor dem Reichstagsgebäude. Zwischenzeitlich versuchten die Teilnehmer mittels Umzugskartons Info-Tische für Flyer aufzubauen, was durch die Polizei untersagt wurde. Mit Einsetzen der Dämmerung setzte ein starker Abstrom ein, sodass sich zuletzt noch zirka 10 Personen in der Nacht auf der Grünfläche aufhielten.
Gegen 16 Uhr versammelten sich am Hermannplatz in Neukölln Demonstranten, um einen Aufzug zum Thema „Gedenken an die türkischen Soldaten“ durchzuführen. Die Versammlung setzte sich gegen 16 Uhr 45 mit zirka 1.300 Teilnehmern über die Kottbusser Straße und den Kottbusser Damm in Bewegung. Im weiteren Verlauf der Wegstrecke stieg die Teilnehmerzahl auf bis zu 1.600 Personen an. Gegen 17 Uhr 30 nahmen Einsatzbeamte am Kottbusser Damm Ecke Maybachufer einen Demonstranten fest, da dieser sich vermummt hatte. Nachdem der Aufzug gegen 18 Uhr den Endplatz am Kottbusser Tor erreicht hatte, wurde die Veranstaltung durch den Versammlungsleiter beendet. Gegen 18 Uhr 20 warf ein ehemaliger Versammlungsteilnehmer am Kottbusser Tor eine Flasche, woraufhin es kurzfristig zu einer Auseinandersetzung zwischen türkischen Jugendlichen und den Einsatzbeamten kam. Darüber hinaus trennten die Polizisten ehemalige Demonstranten von kurdischen Besuchern eines Cafés in der Adalbertstraße. Die Polizisten nahmen insgesamt sechs Personen fest und leiteten 23 Strafermittlungsverfahren, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung, ein. Als ein Polizist von einem Feuerwerkskörper getroffen wurde, erlitt er ein Knalltrauma und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.


 

(Polizei Berlin)

 



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