Wohnung nach Sprengstoff und Waffen durchsucht
Berlin. Beamte vollstreckten gestern Mittag einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss bei einem 49-Jährigen in Wilhelmstadt, gegen den wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt wird.
Nachdem die Ermittler die Wohnung in der Brüderstraße gegen 13 Uhr betreten und erste sprengstoffverdächtige Gegenstände gefunden hatten, zogen sie Kriminaltechniker hinzu, die gegen 15 Uhr eintrafen. Bevor die Durchsuchung fortgesetzt wurde, forderten Polizeibeamte die anwesenden Bewohner des Mietshauses sowie eines Nachbargebäudes auf, ihre Wohnungen zu verlassen. Hiervon waren neun Personen betroffen.
In der Wohnung des Tatverdächtigen stellten die Spezialisten neben bereits vermuteter Munition und Munitionsteilen diverse Sprengzünder, eine Handgranate, mehrere Militär-Leuchtfeuer, Sprengstoff sowie diverse Pyrotechnik sicher. Die Gegenstände wurden anschließend zum Sprengplatz Grunewald gebracht, wo sie ihrer Vernichtung entgegen sehen.
Der 49-Jährige wurde vorläufig festgenommen, musste sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen und wurde nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Mieter konnten gegen 18 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Insgesamt waren an dem Einsatz rund 50 Polizisten beteiligt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.
(Bezirksamt Spandau)
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