Zwischen Film und Kunst – Auf den Wegen der Storyboards von Hitchcock bis Spielberg.
Berlin. Noch bis zum 27. November können Besucher des Berliner Filmmuseums in die Storyboards verschiedenster Filme eintauchen.
Storyboards formen das bildliche Äquivalent zum Drehbuch. Während sich das Drehbuch auf die thematischen und dialogischen Ereignisse einer Handlung konzentriert, beschreibt ein Storyboard den bildlichen Ablauf und die Reihenfolge der Szenen. Meist sind Storyboards comicartig gestaltete Skizzen. Der Ursprung des Wortes entstammt vermutlich den Walt Disney Studios. Tatsächlich wurden dort Skizzen von Zeichentrickfilmen an eine Art Pinnwand („Board“) gehängt und bearbeitet. Ab den 1930er Jahren setzte man diese Art der Technik vermehrt in Hollywood ein. Die steigenden Produktionszahlen verlangten weniger aufwendigere und weniger kostspieligere Maßnahmen. Seitdem ist das Storyboard, vor allem in der amerikanischen Filmproduktion, als künstlerische Konzeption des Films weit verbreitet.
Die Sonderausstellung „Zwischen Film und Kunst. Storyboards von Hitchcock bis Spielberg.“ zeigt eine chronologisch aufgebaute Vielzahl amerikanischer, britischer und deutscher Storyboards und den dazugehörigen Filmsequenzen. Die Ausstellung ist sehr übersichtlich angeordnet. Ein Bildschirm zeigt einzelne Szenen, die in den daneben angebrachten Storyboards wieder auftauchen. Zudem reicht das Spektrum der Techniken von klassischen Bleistiftzeichnungen über Grafit und Tusche bis hin zu farbenfrohen Bunt-, Filzstift-, Kreide- und Aquarellzeichnungen.
Die Tradition dieser Jahrhundert alten klassischen Technik blieb im musealen Kontext bislang unentdeckt. Umso interessanter ist es für Filmfans die bildliche Entstehungsgeschichte der aufgeführten Filme nachzuvollziehen. Die Auswahl ist allerdings begrenzt und man wünscht sich nicht selten etwas mehr Informationen oder Anekdoten zu diesen Entstehungsgeschichten. Trotzdem sie in chronologischer Abfolge aufgezeigt werden, könnte der ein oder andere Film noch hinzu kommen. Leider kommen auch die teilweise belanglos zugeordneten Kunstobjekte nicht richtig zum tragen. Ihr Bezug wird vollkommen unterschlagen, sodass der Besucher raten muss, warum gerade diese Kunstobjekte dort gesetzt wurden. Darüber hinaus ist die Aufteilung der Ausstellung zunächst in Etage 4 und dann weiterführend in Etage 1 für den Besucher verwirrend. Die Ausstellung schließt mit einem kleinen Raum über die Skizzen ausgewählter deutscher Filme. Im Gegensatz zum Rest der Ausstellung ist dieser überladen. Es scheint fasst, als würde nicht genügend Platz für die restlichen Dokumente zur Verfügung stehen.
Trotz dieser Mängel ist die Sonderausstellung für Filmfans empfehlenswert. Das Wechselspiel zwischen Bildsprache von Kunst und Film zu sehen eröffnet ein neues Verständnis für die Entstehungsgeschichte und lässt auf mehr hoffen.
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10–18 Uhr
Donnerstag: 10–20 Uhr
Montags geschlossen
Eintrittspreise:
Sonderausstellungen: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro
Adresse
Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
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- 23.05.
12:31 - 23.05.
11:00 - 23.05.
10:15 - 21.05.
16:22 - 21.05.
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12:00 - 21.05.
11:31
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